Übersicht Energy Wiki

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  • Auxiliary Power System - APU -

    Eine APU wird zur Energieversorgung von Fortbewegungsmitteln (speziell Flugzeugen) eingesetzt. Ist etwa der Hauptantrieb zur translatorischen Energiebereitstellung abgestellt, kann das Hilfstriebwerk Energie für etwaige andere Leistungen (zum Beispiel Klimaanlage) herangezogen werden.

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  • Blackout -

    Großflächiger, etwa europaweiter Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfall. Das Stromnetz trägt durch volatile Einspeisung ein größeres Risiko und es gilt gezielt einen Blackout vorzubeugen bzw. für das Eintreten vorbereitet zu sein. Außerdem stellt die Elektrifizierung des Personenverkehrs eine weitere Herausforderung dar.

  • Brennstoffzelle -

    Dient zur direkten Umwandlung von chemischer in elektrische Energie, somit gibt es keine Verluste bei etwaigen Schritten dazwischen. Es handelt sich um eine galvanische Zelle, welche die Energie aus der Reaktionsenergie des Brennstoffs und eines Oxidationsmittels erzeugt.

  • Brückentechnologie -

    Brückentechnologien stellen meistens eine Übergangslösung dar und sind nicht die gewünschte Lösung für das bestehende Problem. Als Beispiel wird in der Energiewirtschaft Atomkraft oder Carbon Capture and Storage diskutiert.

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  • CO2 Äquivalent -

    Das CO2 Äquivalent stellt eine Maßeinheit dar, welche die Klimawirkung von Treibhausgasen beschreibt. Man vergleicht die jeweilige Wirkung mit der von Kohlenstoffdioxid. Angegeben wird sie in Gramm.
    Methan hat als Beispiel 28 g für 100 Jahre, was bedeutet, dass es in diesem Zeitraum 28 Mal so stark zum Treibhauseffekt beigetragen hat als CO2.

  • CO2 und NOx Emissionen -

    CO2 und NOx zählen zu den häufigsten Treibhausgasen. Sie entstehen zum Großteil bei Verbrennungsprozessen, vor allem in Industrie und Verkehr. Im Jahr 2019 betrug der Ausstoß von den Treibhausgasen (zusätzlich noch Methan und fluorierte Gase) in Österreich 35 Mio Tonnen CO2 Äquivalent. Eine der Ziele der Pariser Klimaziele ist die Reduktion eben jeder Emissionen.

  • Cracken -

    Erdöl besteht aus langkettigen Kohlenwasserstoffen. Es herrscht jedoch die Nachfrage nach kurzkettigen, etwa Benzin, Diesel oder Heizöl. Das Verfahren um aus langkettigen kurzkettige Kohlenwasserstoffe herzustellen wird Cracken genannt.
    Es gibt dabei zwei Varianten: thermisches und katalytisches Cracken. Der Vorteil des thermischen ist, dass Rückstände der Erdöldestillation hinzugefügt werden können, welche den Katalysator beschädigen würden.

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  • Dekarbonisierung -

    Fossile Energieträger haben einen mehr oder weniger großen Kohlenstoffanteil, welcher bei der thermischen Verwertung u.a. CO2 als Emission produziert, was klimaschädlich ist und den Treibhauseffekt verschlimmert. Daher ist im Sinne des Klimaschutzes eine Verringerung des Einsatzes solcher Energieträger als Ziel zu sehen, das beschreibt Dekarbonisierung. Für das Pariser Klimaziel von einer Temperaturerhöhung von 2°C gegenüber vorindustrieller Zeit ist ein Ausstoß von ca. 900 Milliarden Tonnen CO2 festgelegt. Aktuell beträgt weltweit der jährliche Ausstoß ca. 35 Milliarden Tonnen. Bleibt diese Zahl konstant, müsste sie in ungefähr 26 Jahren Null betragen.

  • Demand Side Management -

    Die Versorgung mit elektrischer Energie kann nur in geringem Maße durch Energiespeicher vielseitiger gestaltet werden. Daher ist es nötig in das Stromnetz die benötigte Energie samt Netzverluste zu speisen. Also sind entweder die Erzeugung in den Kraftwerken, welche Energie produzieren, oder die Nachfrage der Last regelbar. Aus ökonomischer Sicht ist zweiteres sinnvoller. D.h., dass man Energielieferungen nicht zur Zeit von Spitzenlasten vollzieht, sondern wenn die Nachfrage kleiner ist. Weiters spielt DSM zukünftig durch die volatile Einspeisung von Windkraft und Photovoltaik eine größere Rolle, auch daher ist es ein Teil des Konzeptes smart grids/intelligente Netze.

  • Dezentralisierung -

    Es wird die dezentrale Energieerzeugung erläutert. Ein Aspekt der Dezentralisierung ist, dass die Energie in kleineren Kraftwerken produziert wird, im Gegensatz zur zentralen Erzeugung, wo dir Produktion in Großkraftwerken stattfindet. Außerdem sind diese kleinen Anlagen über ein größeres Gebiet verteilt. Dafür würden sich zum Beispiel Windkraftanlagen, Photovoltaik oder Biogas-Kraftwerke. So kann dezentrale Energieerzeugung zentrale ablösen (etwa Kernenergie oder Kohlekraftwerke) und so zur Energiewende beitragen.

  • Direkte Luftschadstoffemissionen -

    Direkte Emissionen sind das Pendant zu indirekten. Sie unterscheiden sich voneinander in der Entstehung. Direkte Emissionen fallen zum Beispiel bei der Verbrennung von Kohle oder Gas an, also u.a. beim Heizen mit Holz oder bei Fahren mit Verbrennungsmotoren.
    Hingegen werden indirekte Emissionen zwar auch dem etwaigen Produkt zugeschrieben, diese fallen aber schon beim Herstellungsprozess, meist auch anderorts, an. Bei den indirekten wird unter 3 verschiedenen scopes unterschieden.

  • Disperse Siedlungsstruktur -

    Man spricht von disperser Siedlungsstruktur als Gegenstück zur städtischen. Sie ist also in ländlichen Räumen zu finden. Die Siedlungen sind viel zerstreuter und so sind die Wege, welche im Alltag zurückgelegt werden müssen, auch weiter. Das macht eine etwaige Infrastrukturplanung zu einer größeren Herausforderung, speziell für den öffentlichen Verkehr wie auch den Verkehr im Allgemeinen. Dieser wird nämlich anteilsmäßig häufiger mit dem PKW als mit dem öff. Verkehr oder zu Fuß bestritten und dieser Anteil ist auch größer als in städtischen Gebieten. Die geringere Siedlungsdichte, das Indiz für eine disperse Siedlungsstruktur, korreliert auch mit der Anzahl an PKWs pro Haushalt. Das stellt zusätzlich eine Herausforderung bei der Elektrifizierung des Verkehrs dar.

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  • Eco Design -

    Eine Erweiterung des herkömmlichen Begriffs von Design beschreibt das Eco Design. Im Grunde wird es um den Aspekt erweitert, dass der Mensch die Umwelt mitberücksichtigt. Es gilt möglichst im gesamten Lebenszyklus des Produkts auch ökologisch Aspekte miteinzubeziehen. Sowohl Ressourcen und Energie sollen geschont und Schadstoffausstoß sowie Abfall minimiert werden. Es wird vermehrt in Produktnormen verankert.

  • Elektrische Energie -

    Es handelt sich um Energie, die mittels Elektrizität übertragen oder auch gespeichert wird. Sie ist besser, aber ungenauer als Strom oder Elektrizität bekannt. Eine direkte Speicherung erfolgt in kleinen Mengen in Kondensatoren, die Wirkungsgrade der Umwandlung in oder von anderen Energieformen sind jedoch häufig hoch. Ein weiterer großer Vorteil ist die Möglichkeit der Übertragung der elektrischen Energie. Die Erzeugung und Speicherung, vor allem klimafreundlich stellen einen der wichtigsten Bereiche der Energietechnik dar. Außerdem ist sie essenzieller Bestandteil der Lösung anderer Themen wie etwa die Dekarbonisierung des (Personen-)Verkehrs.

  • Elektrizitätsbinnenmarkt -

    Dabei handelt es sich um einen europaweiten Energiemarkt, welcher seit 1999 schrittweise geschaffen wird. Er gilt als liberal, diskriminierungsfrei, transparent und eine weitere Voraussetzung ist das Entgelt für die Netznutzung. Somit ist also Stromhandel in ganz Europa möglich. Dieser wird auf Europaebene geregelt in Form von Gebotszonen für Stromhändler. 2019 wurde eine neue EU-Recht Verordnung zu dem Thema veröffentlicht. Dazu ist die Abstimmung der nationalen Netze etwa in Bezug auf Frequenz aufeinander nötig (50 Hz).

  • Elektrolyse -

    Es handelt sich um einen elektrochemischen Prozess, bei dem eine chemische Reaktion mithilfe elektrischer Energie stattfindet. Häufig werden industrielle Erzeugnisse wie Wasserstoff oder Aluminium hergestellt, auch die Reinigung von Metallen kann durch Elektrolyse passieren. Die Umwandlung der elektrischen in chemische Energie findet statt. Ein typischer Elektrolyseur besteht aus zwei Elektroden (Anode und Kathode) und einem Elektrolyten (leitende Flüssigkeit). Die Kathode ist die negative und die Anode die positive Elektrode, an diesen wird eine elektrische Spannung angelegt. Als Grafik das Beispiel der Wasserstoffelektrolyse.

  • Energieautarkie -

    Dezentrale Energiebereitstellung nahe am Verbraucher, um eine möglichst große Unabhängigkeit gegenüber dem Netz zu schaffen.

  • Energiedichte -

    Man unterscheidet:

    • Volumetrische Energiedichte: gespeicherte Energiemenge pro Volumen [J/m3]
    • Gravimetrische Energiedichte: gespeicherte Energiemenge pro Gewicht [J/kg]

    Für E-Autos ist eine hohe gravimetrische Energiedichte für eine hohe Reichweite bei geringem Gewicht der Batterie wünschenswert.

  • Energiegemeinschaft -

    Zusammenschluss von Privatpersonen, KMUs oder Gemeinden, um auf lokaler Ebene Energie gemeinsam zu erzeugen und zu verteilen/verbrauchen. Zahlreiche Vorteile ergeben sich daraus: Reduzierte Energiepreise bei Erhöhung des Nutzungsgrades (entspricht kürzerer Amortisationszeit) von privaten erneuerbaren Energiequellen wie PV, Wind oder Hydro.

  • Energienetzbetreiber -

    Netzbetreiber sind verantwortlich für den Aufbau, Ausbau und Erhalt/Wartung der Energienetze (Gas oder Strom) für ein definiertes Gebiet. Netzbetreiber erhalten ein Entgelt vom Energieproduzenten für die Benützung der Infrastruktur des Netzes.

  • Energienetze und -verbunde -
    • Energienetze: Netzwerk für die Verteilung bzw. Übertragung elektrischer Energie. Darunter fallen einerseits die Leitungen, als auch Schalt- und Umspannwerke.
    • Energieverbund: Auch bekannt als Verbundsystem oder Verbundnetz; Zusammenschluss von mehreren Übertragungsnetzwerken, um bessere Netzstabilität zu gewährleisten.(Swohl für Strom, als auch Gas bzw. Fernwärme) Erfordert aber Synchronisation bzw. Frequenzregelung der Netze im Falle von elektrischer Energieverbunde.
  • Energieumwandlung -

    Vorgang der Änderung der Energieform. Der Erhaltungssatz beschreibt, dass bei diesen Vorgängen keine Energie verloren geht. Meistens wird ein Anteil der (nutzbaren) Energie in schlechter nutzbare Formen verwandelt (Umwandlungsverluste wie zb. entstehende Wärme durch Reibung). Der Anergie-Anteil steigt dabei (Jener Anteil der Energie, der nicht mehr in andere Energieformen umgewandelt werden kann)

  • Energiewende -

    Die Energiewende beschreibt den Prozess der Änderung von der Nutzung von fossilen Energieträgern hin zu regenerativen Energieträgern.

  • Engpassmanagement -

    Beinhaltet sämtliche Maßnahmen eines Netzbetreibers, um Überlastungen des Netzes durch Engpässe bei der Versorgung zu vermeiden oder zu beheben. Die Maßnahmen selbst können sehr vielfältig sein (zb. Redispatch oder Demand Side Management)

  • Erneuerbare Brennstoffe -

    Unter erneuerbaren Brennstoffen werden eben jene Brennstoffe zusammengefasst, die sich regenerieren bzw. nachwachsen können. Beispiele hierfür sind: Biogas aus Biomasse (Holz, aber auch biologische Abfälle wie Speisereste oder landwirtschaftliche Abfälle)

  • Erneuerbare Energie -

    Unter erneuerbare Energie werden Energiequellen verstanden, die sich nicht verbrauchen, also nicht zur Neige gehen. Darunter fallen sich regenerierende bzw nachwachsende Energieträger (Meeresströmung, Laufwasser, Windkraft, Erdwärme, Sonnenenergie für PV oder Solarthermie, aber auch Biomasse)

  • Ersatzbrennstoffe -

    Auch bekannt als Sekundärbrennstoffe. Grundsätzlich versteht man darunter einen Brennstoff aus Abfällen, der andere Brennstoffe (teilweise) ersetzen kann. Nicht nur die thermische Verwertung, sondern manchmal auch schlichtweg die Beseitigung von Abfällen sind die beiden größten Nutzen. Beispiele hierfür sind Holzabfälle, Altspeiseöle, Klärschlamm,..

    Oftmals wird auch in der Zementindustrie das „Co-Processing“ (=Mitverwertung) mittels Ersatzbrennstoffe durchgeführt. Hierbei können signifikante CO2, SO2 und NOX Emissionsreduktionen herbeigeführt werden.

    Es sei darauf hingewiesen, dass nicht alle Feuerungsanlagen für Ersatzbrennstoffe geeignet sind. Weiters ist die damit einhergehende Umweltbelastung (zb bei der Verbrennung von Hausmüll oder Gewerbemüll) unbedingt zu beachten.

  • EU-Klima- und Energieziele -
    • EU-Klima Ziele: Unterschiedliche, mittel- und langfristige Zielsetzungen zur Reduktion der klimaschädlichen Emissionen. Darunter zählen aber nicht nur CO und CO2, sondern auch CH4, H-FKW, SF6 oder FKWs.
      • Key targets for 2030:
        • At least 40% cuts in greenhouse gas emissions (from 1990 levels)
        • At least 32% share for renewable energy
        • At least 32.5% improvement in energy efficiency
    • EU-Energieziele: Betreffend der Energieherstellung und -effizienz gesetzte Ziele im mittel- bis langfristigen Zeitbereich
      • Erhöhung des Gesamtanteils erneuerbarer Energie auf 27%
      • Steigerung der Energieeffizienz um 27% im Vergleich zu einer normalen Entwicklung, ohne Optimierung der Effizienz
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  • Fernkälte -

    Neben der benötigten Fernwärme zum Heizen wird auch immer mehr Kühlleistung benötigt (u.A. für technische Anwendungen). Daher gibt es diesbezüglich auch immer mehr Leitungssysteme, die ein kaltes Fluid (oftmals Wasser) über eine längere Distanz transportieren. Dabei liegt die Rücklauftemperatur höher als die Vorlauftemperatur (zB.:10°C oder auch weniger).

    Herstellung entweder durch größere Kompressionskältemaschinen, oder aber durch Absorptionskältemaschinen.

  • Fernwärme -

    Bereitstellung von Wärme (meist heißes Wasser) über einen entfernten Wärmeerzeuger. Über isolierte Rohrleitungssysteme wird Wärme dem Verbraucher zur Verfügung gestellt, wodurch oftmals eigene Anlagen zur Wärmeerzeugung überflüssig werden. Vorlauftemperatur (meist zwischen 80-130°C, wobei durch den erhöhten Druck das Wasser immer noch flüssig ist) höher als Rücklauftemperatur.

  • Fischer Tropsch Kraftstoff -

    Flüssige Kohlenwasserstoffe, die aus Synthesegas (CO/H2) hergestellt werden. Grundlage dafür ist das von Franz Fischer und Hans Tropsch erfundene Verfahren der Fischer-Tropsch-Synthese. Dabei handelt es sich um eine Aufbaureaktion von CO/H2 Gemischen an Eisen- oder Cobalt-Katalysatoren zu Paraffinen, Alkenen und Alkoholen. Findet bei hohem Druck (20-40 bar) und bei Temperaturen von 200-350°C statt. Dieses Verfahren wird zur Herstellung von Benzin und Ölen verwendet, wobei aber fast die doppelte Menge an Treibhausgasen bei der Herstellung frei wird wie bei normalem Benzin.

  • Fluktuierendes Stromangebot -

    Der Begriff fluktuierendes Stromangebot beschreibt die Veränderung des Stromangebotes durch natürliche Faktoren, die sich auf die Stromerzeugung auswirken. Diese Faktoren umfassen beispielsweise den Tag-Nacht-Zyklus, unterschiedliche Windverhältnisse sowie die Gezeiten.

  • Fossiler Wasserstoff -

    Der Begriff „fossiler Wasserstoff“, oder auch „grauer Wasserstoff“, bezeichnet Wasserstoff welcher aus fossilen Energieträgern wie Erdgas und Kohle durch die Dampfreformierung gewonnen wird. Die Herstellung ist nicht klimaneutral und wirkt sich negativ auf die CO2-Bilanz aus.

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  • Gasnetz -

    In Österreich ist die E-Control für ein Verteilernetz von etwa 44.000 km und ein Fernleitungsnetz von etwa 2.000 km zuständig.
    Als Fernleitung wird eine Anlage unter Hochdruck bezeichnet, welche zum grenzüberschreitenden Transport zu anderen Fernleitungen oder zu den Verteilerleitungen bestimmt ist.
    Die Verteilerleitungen sind in Ebenen eingeteilt:

    • Ebene 1: Hochdrucknetz, Erdgasspeicheranbindung, überregionaler Gasfluss
    • Ebene 2 und 3: Niedrigdruckleitungen, Versorgung der Endkunden Die Koordinierung der Netzsteuerung übernimmt die AGGM (Austrian Gas Grid Management AG).
  • Gegen- und Mitspannung -

    Beim Vorhandensein einer Spannungsquelle in einem Gleichstromkreis, z.B. bei einer Gleichstrommaschine, unterscheidet man 2 Fälle: Ist die Spannung der Gleichspannung entgegen gerichtet spricht man von einer Gegenspannung, ist sie das nicht, spricht man von einer Mitspannung.

  • Großindustriell -

    Als Großindustrie bezeichnet man jene industriellen Unternehmen, die eine hohe Betriebsgröße sowie spezialisierte oder optimierte Anlagen aufweisen können und somit in der Lage sind kostengünstiger zu produzieren als kleine und mittlere Unternehmen.

  • Großwasserkraft -

    Großwasserkraft beschreibt Wasserkraftwerke, die eine bestimmte Leistungskapazität überschreiten. Dieser Schwellwert wird willkürlich von einzelnen Staaten festgelegt. So gelten Kraftwerke in Deutschland ab 1MW, in Europa ab 10 MW und in China ab 30 MW als Großwasserkraft.

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  • Hybridantrieb -

    Fahrzeuge mit Hybridantrieb zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch über einen Elektromotor verfügen. Je nach Modell des Fahrzeugs variiert die Nutzung der Motoren in verschiedenen Fahrszenarien. So sollen die Energie möglichst effizient genutzt werden.

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  • Intra-Day-Handel -

    Der Intraday-Handel bezeichnet den kontinuierlichen Kauf und Verkauf von Strom, der noch am gleichen Tag geliefert wird. Man spricht daher auch von kurzfristigem Stromgroßhandel, insbesondere im Gegensatz zum Stromhandel mit längeren Vorlaufzeiten am Terminmarkt.

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  • Klimaneutral -

    Als klimaneutral bezeichnet man jene Prozesse, die keine zusätzliche Treibhausgasbelastung verursachen und so etwa nicht in den natürlichen Kohlenstoffkreislauf der Erde eingreifen. Ein Beispiel hierfür ist die Herstellung von grünem Wasserstoff, siehe „Fossiler Wasserstoff“.

  • Klimawandel -

    Unter dem Begriff Klimawandel wird in allgemeiner Verwendung die anthropogen verursachte Veränderung des Klimas auf der Erde verstanden. Er wird durch den Treibhauseffekt gefördert und äußert sich am deutlichsten durch die Erderwärmung.

  • Klimaziele (Paris) -

    Die 2015 verfassten Ziele des Pariser Klimaschutzabkommen umfassen die Begrenzung der Erderwärmung auf „deutlich unter“ 2° Celsius mit Anstrengungen auf 1.5°C, die Förderung der Fähigkeit zur Anpassung an den Klimawandel sowie die Umleitung von Finanzmitteln um diese Klimaziele zu erreichen.

  • Kohlevergasung -

    Die Kohlevergasung beschreibt die Herstellung gasförmiger brennbarer Substanzen aus Kohle. Sie wird auch bei der Herstellung von fossilem Wasserstoff angewandt und verursacht hohe CO2-Emissionen.

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  • Liberalisierung der Strommärkte -

    Als Liberalisierung des Strommarktes wird der Vorgang bezeichnet, wenn freier Wettbewerb im Zuge der Stromerzeugung und des Stromhandels geschaffen wird. Somit wird der Markt für eine Vielzahl an unterschiedlichen Anbietern geöffnet. Bestehende Monopolstellungen im Transport und in der Verteilung von Strom und Gas werden dabei abgeschafft. Liberalisierung fördert also eine höhere Anzahl an Energieanbietern, was wiederum dazu führen soll, dass die Marktakteure ihre Geschäftsmodelle überdenken bzw. optimieren, um sich im Wettbewerb behaupten zu können.

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  • Monte Carlo Simulation -

    Die grundlegende Idee der Monte-Carlo-Methode ist es, für zufällig gewählte Parameter über die entsprechenden Zusammenhänge (Ursache-Wirkungsgeflecht) die zugehörigen Ergebnis- oder Zielgrößen zu ermitteln. Das zur Ermittlung der Zielgrößen verwendete Modell ist in der Regel deterministischer Natur, das heißt, mit dem Festlegen der Parameter sind die Zielgrößen eindeutig bestimmt. Allerdings sind die Zielgrößen durch den Zufallscharakter der Parameter im Prinzip wiederum zufällige Größen. Jedoch kann im Allgemeinen davon ausgegangen werden, dass eine hinreichend große Anzahl so ermittelter Zielgrößen einen guten Näherungswert für die tatsächlichen Werte dieser Zielgrößen darstellt. Die Monte-Carlo-Methode ist damit ein Stichprobenverfahren.

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  • Norm-/Betriebskubikmeter -

    Der Normkubikmeter ist eine Maßeinheit, die zur Angabe von Gasmengen verwendet wird. Was ein Normkubikmeter ist, definiert die Norm DIN 1343. Demnach ist ein Normkubikmeter die Menge eines Gases, die bei Standarddruck und -temperatur in dem Volumen eines Kubikmeters (m³) enthalten ist. Als physikalischer Normzustand gelten ein Standarddruck von 1,01325 bar und eine Standardtemperatur von 0 °C beziehungsweise 273,15 Kelvin (K).

    Dagegen wird die unter Betriebsbedingungen tatsächlich vorliegende Gasmenge in der Einheit Betriebskubikmeter angegeben. Im Vergleich zum Normzustand ändern sich unter Betriebsbedingungen entscheidende Parameter, wie zum Beispiel die Dichte und die dynamische Viskosität.

  • NOVA-Prinzip -

    Die Abkürzung NOVA steht für Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau. Das bedeutet, dass zunächst versucht wird, den aktuellen Netzbetrieb zu optimieren, zum Beispiel durch höhere Belastung bei kühleren Außentemperaturen. Danach geht man daran, die vorhandenen Leitungen zu verstärken. Nur, wenn beides nicht ausreicht, wird das Netz mit neuen Leitungen ausgebaut.

ö
  • Öko- und Energiebilanz -

    Die Ökobilanz ist ein Verfahren, um umweltrelevante Vorgänge zu erfassen und zu bewerten. Ursprünglich vor allem zur Bewertung von Produkten entwickelt, wird sie heute auch bei Verfahren, Dienstleistungen und Verhaltensweisen angewendet.

    Äquivalent dazu die Energiebilanz.

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  • Plug-In-Hybrid -

    Ein Hybridantrieb erlaubt den Antrieb eines Fahrzeugs – beispielsweise eines Autos oder eines Stadtbusses – mit unterschiedlichen Energieträgern. (Genauer werden oft zwei Arten von Energiewandlern und zwei Arten von Energiespeichern im Fahrzeug gefordert.) In der Regel handelt es sich um Systeme mit einer Kombination von Verbrennungsmotor (z. B. Ottomotor oder Dieselmotor) und Elektromotor. Wenn Batterien verbaut sind, beschreibt das „Plug-In“ dabei die Ladung der Batterie mit elektrischem Strom an Steckdosen, im Gegensatz zur Betankung mit zum Beispiel Wasserstoff, wenn als Alternative zur Batterie eine Brennstoffzelle Strom liefern soll.

  • Power-To-X -

    Power-To-X ist der Überbegriff für Power-To-Gas, Power-To-Heat und
    Power-To-Liquid. Prinzipiell beschreibt man damit Methoden, um Strom in verschiedenen Medien zu speichern. Beispielsweise kann mit Überschüssigem Strom eine Elektrolyse von Wasser betrieben werden, um Wasserstoff und Sauerstoff zu gewinnen. Wird dieser überschüssige Strom zu einem anderen Zeitpunkt benötigt, werden die erzeugten Komponenten (in diesem Fall Wasserstoff und Sauerstoff) in einer Brennstoffzelle umgesetzt und daraus Strom gewonnen.

  • Primär-, Sekundär-, End- und Nutzenergie -

    Primärenergie stammt aus Primärenergieträger. Primärenergieträger sind natürlich vorkommende Energieträger. Dazu gehören zum Beispiel Holz, Steinkohle, Braunkohle, Torf, Erdöl, Erdgas, Uranerz, Wind, strömendes Wasser, Biomasse oder auch die Sonnenstrahlung. Sehr oft müssen Primärenergieträger vor dem gebrauch aber bearbeitet/umgewandelt werden.         
    Diese bearbeiteten/umgewandelten Energieträger sind Sekundärenergieträger. Die aus diesen Energieträgern gewonnene Energie ist die Sekundärenergie. So werden z. B. aus den Primärenergieträgern Steinkohle und Braunkohle die Sekundärenergieträger Briketts, Koks und Stadtgas hergestellt. Aus dem Primärenergieträger Erdöl gewinnt man die Sekundärenergieträger Benzin, Dieselkraftstoff und Heizöl. Aus den Primärenergieträgern Kohle, Erdöl, Erdgas und Uranerz gewinnt man elektrische und thermische Energie (Fernwärme).    
    Sowohl Primär- als auch Sekundärenergie sind aber bei diversen Umwandlungen (zum Beispiel DC/AC Wandlern bei PV-Anlagen) und auch beim Transport Verlusten ausgesetzt. Die an den Kunden gelieferte Energie ist die sogenannte Endenergie. Diese erlebt beim Verbraucher wiederum Verluste.      
    Die tatsächlich genutzte Energie, abzüglich sämtlicher Verluste wie oben beschrieben ist die Nutzenergie.

r
  • Range Extender -

    Zusatzaggregate, die die Reichweite eines Elektrofahrzeuges erhöhen. Zum Beispiel ein zusätzlicher Verbrennungsmotor in einem Batterieelektrofahrzeug, oder Batterien in einem Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug.

s
  • Spannungsnetze -

    Höchstspannungsebene
    Die höchste Ebene hat Spannungen von 220 kV (Kilovolt) und 380 kV. Durch diese Leitungen können große Energiemengen möglichst verlustarm über weite Strecken transportiert werden. Großkraftwerke speisen hier direkt ein.

    Hochspannungsebene
    In der Hochspannungsebene findet eine erste grobe Verteilung zur Versorgung von Städten statt. Auch große Industriebetriebe sind an dieses Netz angeschlossen. Die Spannung liegt bei 110 kV.

    Mittelspannungsebene
    Die Versorgung von Stadtteilen oder mehreren Ortschaften findet durch die Mittelspannungsebene (1 kV bis 36 kV) statt.

    Niederspannungsebene
    Über die regionalen Verteilernetze in den Bundesländern fließt der Strom zu den lokalen Niederspannungsnetzen. Dort kommt der Strom schlussendlich mit 230 Volt bei Ihnen zu Hause aus der Steckdose.

  • Synthetisches Lastprofil -

    Ein synthetisches Lastprofil spiegelt dem Energieanbieter die Verbrauchsdaten für Strom und/oder Gas seiner Kleinkunden wider. In dieses Diagramm fließen neben Vergleichszahlen vergangener Perioden und daraus errechneter Werte künftiger Abrechnungszeiträume auch normierte Werte und Standards ein, die auf Messungen vergleichbarer Zielgruppen beruhen. Das synthetische Lastprofil wird deshalb auch Standardlastprofil oder kurz SLP genannt.

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  • Wertschöpfung -

    Beschreibt jenen Wert als Ergebnis von Gesamtleistung abzüglich der Vorleistung. Als Beispiel der Produktwert minus dessen Herrstellkosten.
    Anders gesagt auch die Entwicklung von Gütern zu jenen mit höherem monetären Wert.
    Somit gibt er Auskunft über wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Produktivität und stellt eine wichtige Kenngröße für Entscheidung betreffend der Investition in Technologien dar.